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SPD besucht die Tafel Holzminden

Tafel
21. Juli 2011

Tafel

Klare Erkenntnis des Besuchs der SPD bei der Tafel Holzminden: Ein großes Kühlfahrzeug muss her!
Uwe Uecker, der 1. Vorsitzende und Bernd Rojahn, der Schatzmeister des Holzmindener Tafel e.V. freuten sich sehr über den Besuch des SPD-Ortsvereins Holzminden in dem Gebäude in der Unterbachstr. 29.
Der gemeinnützige Verein wurde 2006 gegründet und initiierte die Renovierung des Erdgeschosses des Gebäudes in der Unterbachstr. welches Eigentum der Wernecke Stiftung ist. Seitdem gibt es hier eine Anmelde- und Ausgabestelle, einen Lagerraum mit Reservelager im Erdgeschoss und eine Kleiderkammer im kompletten ersten Stock des Hauses. Das Gebäude ist in Verwaltung der Stadt und soll sozialen Zwecken dienen. Daher gibt die Tafel Menschen die unter oder an der Armutsrisikogrenze leben die Möglichkeit sich für einen kleinen Aufwand mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Die Tafel wird von vielen Menschen einmal in der Woche genutzt, vor allem von Alleinerziehenden, Rentnerinnen und Rentnern sowie ALG 2-Empfängerinnen und Empfängern. „Es kommen 35-50 Besucher pro Tag und hinter jeder Person stehen jeweils statistisch gesehen 1,8 weitere Personen.“, berichtet Uecker.
Der Tafel stehen zwei Fahrzeuge für die regelmäßige Spendensammlung bei Supermärkten in und um Holzminden zur Verfügung. Diese Spenden unterliegen denselben Bestimmungen die für den Lebensmittelvertrieb gelten, so wie beispielsweise die Überprüfung der Kühltemperatur. Zudem gibt es Kooperationen mit anderen Tafeln in Niedersachsen und ganz Deutschland. Dies birgt einen hohen logistischen Aufwand, welcher ein gutes Management, viel Zeit und andere Ressourcen benötigt. So gibt es bei der Tafel Holzminden eine volle Stelle für Organisation und administrative Tätigkeiten, eine Praktikantin, sowie einige 1€-Stellen, von denen ab Oktober die Hälfte wegfällt. Neben den Vorstandsmitgliedern engagieren sich zudem 15/21 Menschen freiwillig. Die SPD stellte beeindruckt fest, dass die Tafel von nur ca. 20 Personen am Leben gehalten wird. „Bis Herbst brauchen wir mindestens 20 Leute mehr!“ so Uecker. Das heißt: Ehrenamtliches Engagement ist gefragt! Ohne diese Menschen würde die Idee der Tafel nicht funktionieren, wichtig ist es dies öffentlich bekannt zu machen und eine angemessene Wertschätzung den Ehrenamtlichen entgegenzubringen. Das Ehrenamt muss in der Öffentlichkeit gestärkt werden, denn je mehr sich die öffentliche Hand zurückzieht, desto mehr steigt das Gewicht der freiwilligen Helferinnen und Helfer.
Mit Besorgnis erfuhren die Vertreterinnen und Vertreter der SPD, dass die Tafel bald vor großen finanziellen Problemen stehen wird, was für alle Beteiligten eine große Herausforderung darstellt. Denn die Treibstoffkosten steigen, die Autos sind häufig defekt und Instandhaltungs- und Versicherungskosten fallen an. Dazu kommen Heiz- und Stromkosten und es ist eine Steigerung der Lebensmittelversorgung dringend nötig. Denn die Lebensmittel werden teurer, die Lebensunterhaltskosten steigen stetig an und um Menschen bei der Erfüllung der Grundbedürfnisse zu helfen ist es unabdingbar für die Tafel sich zukunftsorientiert aufzustellen. Es müssen mehr Spendenmittel eingeworben werben, die Ressourcen ausgeschöpft werden und die sehr guten Kontakte zu den bisherigen Spendern gepflegt werden, denn dies sind die Grundlagen der Arbeit bei der Tafel. Ein Lichtblick sind die steigenden Mitgliederzahlen des Vereins Holzmindener Tafel e.V. oder Initiativen wie Spenden-Pfand-Bons bei einem Supermarkt in der Innenstadt.
In einer Art Brainstorming suchten die SPD und die Gastgeber gemeinsam Lösungen für die prekäre Situation der Tafel. Die SPD erfuhr während des Gesprächs, dass der Tafel ein großes Kühlfahrzeug fehlt, gerade im Hinblick auf den heißen Sommer, welcher eine ununterbrochene Kühlkette der Lebensmittel erschwert. Als weitere Aufgabe sehen die Anwesenden die Leistung von Aufklärung um die Darstellung der Tafel zu verändern. Ein weiteres Thema war die Stigmatisierung der Besucherinnen und Besucher der Tafel auf einen negativen Armenstatus reduziert zu werden. Doch viele sind verantwortungsvoll, unterstützen ihre Kinder oder versorgen große Familien. Gerade daher ist es wichtig auch hier eine Sensibilisierung für die Thematik zu schaffen, ins Gespräch zu kommen um auch Beschwerden aus der Nachbarschaft oder Umgebung vorzubeugen. So ist es beispielsweise von Bedeutung die Entscheidung, welche Nahrungsmittel konsumiert werden, jeder Person einzeln zu überlassen, denn Eigenverantwortung und Selbstwert gehören zu den Grundrechten eines jeden Menschen. Ein weiterer Faktor sind Platzprobleme, es wird dringend ein größeres Lager und die Möglichkeit ein kleines Café zur Förderung von sozialen Kontakten und dem Austausch untereinander einzurichten, gebraucht. Weiterhin sind Sponsoring-Konzepte und Spendensammlungen von Nöten. So hatte die SPD die Idee mit allen Parteien gemeinsam am 3. Samstag im Monat August Spenden für die Tafel zu sammeln und eine Spenden-Dose im SPD-Büro zu platzieren.
 



 



 

 
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