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SPD in der Lutherkirche

Lutherkirche
30. Juni 2011

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Die Lutherkirche verwandelt sich - Der SPD-Ortsverein Holzminden entdeckt das bekannte Gebäude in der Innenstadt neu
Am 30.06.2011 nahm Ulrich Wöhler, der Superintendent der Lutherkirche in Holzminden, die Vertreterinnen und Vertreter der SPD Holzminden in Empfang. Während des Rundgangs durch die vorreformatorische Marienkirche erfuhr der SPD-Ortsverein architektonische und geschichtliche Details aus über 700 Jahren bewegter  Kirchengeschichte.
Vermutlich als romanische Kapelle für die Grafen Everstein gebaut hat die Lutherkirche eine wechselvolle Geschichte, die unterschiedlich dokumentiert ist. Im 16. Jahrhundert und Ende des 19.Jahrhunderts erfolgten große Sanierungen. In den Zwischenjahren erfuhr das Gebäude große Vernachlässigungen. Doch seit Neustem verändert sich die Holzmindener Lutherkirche wieder! Denn ab 2009 begann die Sanierung der historistischen  Innenbemalung  der  Chorkapelle bis zum ersten Pfeiler, welcher nun von blauen Pfauen geschmückt wird. Ergänzend hierzu wurden im Februar und März 2011 einige Ornamentstreifen restauriert.
„Im Jahr 2017 feiern wir 500 Jahre Reformation, bis dahin soll die Kirche in einem gutem Zustand sein“, so Ulrich Wöhler. Allerdings ist der Zustand der Orgel besorgniserregend, die Kirchendecke ist fleckig und an einigen Stellen bröckelt der Mörtel ab. Aus diesem Grund benötigt der Förderverein der Kirche in drei Jahren mehr als 80.000 € zur Renovierung der Kirchenschiffe und dem Eingangsbereich aus der Weserrenaissance. In die handwerkliche und künstlerische Gestaltung sollen ansässige Betriebe eingeschlossen werden.
Ulrich Wöhler berichtete seinen Gästen der SPD von der rapiden Veränderung durch Bevölkerungswandel und der damit einhergehenden Modifizierung der Strukturen. Durch Abwanderung und den demographischer Wandel verzeichnen die Gemeinden aus Holzminden sinkende Gemeindegliederzahlen mit allen daraus resultierenden Konsequenzen.
Durch diese Prozesse geht die Präsenz in der Fläche zurück und die Aufteilung und Umstrukturierung der Angestellten, sowie Zusammenfassung von Teilstellen und der Reduzierung von hauptamtlichen Stellen, nimmt zu. Die Kirchenmusikerin im Kirchenkreis Holzminden-Bodenwerder ist hauptamtlich angestellt. Seit 2003 gibt es an der Lutherkirche eine volle Stelle, welche seit vier Jahren über diverse Träger wird. Trotz der professionellen und qualitativen Musik, die das Profil der Kirche gestaltet und das Aushängeschild in der Region ist, bleibt diese Finanzierung in Zukunft wahrscheinlich unrealistisch.
Die Vereinbarkeit von weltlicher und kirchlicher Gemeinde lässt sich, so Wöhler, durch eine selbstverständliche Aufmerksamkeit der „Spielregeln“, wie dem Sonntagsgesetz, dem Schutz der Gottesdienstzeiten sowie des Feiertagsgebots sehr gut realisieren.
Ein wichtiges Thema sprachen die SPD-Vertreter mit der Bestattungsmöglichkeit von anderen Religionen auf dem Friedhof Allersheimer Str. an, der von der Kirche verwaltet wird. Auch hier sieht Superintendent Wöhler Möglichkeit der Realisierung.
Am 11. September ist nicht nur für den SPD-Ortsverein Holzminden ein wichtiger Tag wegen der niedersächsischen Kommunalwahlen, sondern es ist auch der Tag des Denkmals an welchem die Lutherkirche einlädt sie als besonderes Bauwerk kennenzulernen.
Für besonders wichtig erachten sowohl Ulrich Wöhler als auch der SPD-Ortsverein Holzminden die Andacht und der Schweigemarsch am 9. November, dem Tag der sogenannten „Reichskristallnacht“. Um die Erinnerung wach zu halten, ist es von großer Bedeutung dass an diesem Gedenken viele Ratsmitglieder teilnehmen.
 



 



 

 
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